Bei der Myoreflextherapie werden bestimmte Punkte an der Muskulatur mit gezieltem manuellem Druck behandelt. Doch was passiert dabei eigentlich im Körper?
Muskeln stehen über Nervenbahnen in ständigem Austausch mit dem zentralen Nervensystem. Rezeptoren in Muskeln und Sehnen liefern fortlaufend Informationen über Spannung, Länge und Belastung.
Wird ein Myoreflex-Druckpunkt stimuliert, werden diese Rezeptoren angesprochen. Die dabei entstehenden sensorischen Informationen werden über das Nervensystem weitergeleitet und können die Regulation des Muskeltonus beeinflussen.
Ziel der Behandlung
Dabei geht es nicht darum, einen Muskel einfach „wegzudrücken“.
Vielmehr erhält das Nervensystem über die Behandlung einen gezielten Reiz. Ziel ist es, die neuromuskuläre Regulation anzusprechen und dem Körper veränderte Informationen über die bestehende Muskelspannung zu vermitteln.
Da Muskeln nicht isoliert arbeiten, sondern über funktionelle Muskelketten miteinander verbunden sind, wird in der Myoreflextherapie auch das Zusammenspiel verschiedener Körperregionen berücksichtigt.
Kurz gesagt:
Der Druckpunkt setzt einen gezielten Reiz an der Muskulatur. Über die dort vorhandenen Rezeptoren erhält das Nervensystem Informationen, die Einfluss auf die Regulation der Muskelspannung nehmen können.
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Im nächsten MYOREFLEX-WISSEN:
Warum liegt der Zusammenhang nicht immer dort, wo es weh tut?

